Auf dem weiteren Weg durch den Korridor passierten wir die Treppen, welche in den obersten Stock des Gebäudes führten. Man sieht die Sonnenstrahlen und die Dachziegeln durch das Fenster hindurch. Diese kann man auch auf dem unteren Bild über dem Bogen erkennen. Das Schloss ist weit davon entfernt zugdicht zu sein. Ich hatte den Eindruck, dass die Räume im Untergeschoss in der Nähe der Küche die einzigen bewohnten sind, da diese warm erschienen, was offenbar von dem Feuer her rührte welches ich beim Eintreten roch.
Das Chateau der Herren von Rennes.
Dieses Schloss verdankt das Dorf den heutigen Namen. Es existiert seit dem 16. Jahrhundert. Möglicherweise war es ursprünglich eine wisigotische Festung, ich war aber nicht in der Lage das zu überprüfen, jedoch existiert ein enormer, bemerkenswerter, sehr gut erhaltener Raum im nördlichen Teil des Schlosses. Es wird gesagt, dass dieser Teil aus dieser Ära stammt.
1210 wurde es wie so viele andere Schlösser von Simon de Montfort zur Zeit der Kreuzzüge gegen die Katharer zerstört und wurde 1250 von Pierre de Voisins, einem Baron aus dem Norden an den der Besitz fiel, wieder aufgebaut. 1362 wurde es wiederum von den Katalanischen „Routiers“ zerstört.
Dieses Mal wurde es von der ´d Hautpoul Familie im 16. Jahrhundert wieder aufgebaut. Marie de Negre D'ables Dame d'Hautpoul de Blanchefort, die am 17. Januar des Jahres 1781 starb residierte in dem Schloss. Es wird erzählt, dass ihr Bett, verziert mit ihrem Wappen immer noch in einem der Räume des Schlosses existiert.
Heute besteht das Schloss aus vier Hauptgebäuden, welche um einen Burghof angelegt sind, dazu vier Ecktürme. Ein runder 17 Meter hoher und drei viereckige Türme. Die zwölf Steine über der Türschwelle zeigen die zwölf Apostel. Diese wurden bei einer Auktion von Elisabeth von Rennes, die Tochter des letzten Marquise verkauft und von Julie Avignon, die Tochter von Eilsabeth´s Farmer im Jahre 1816 erworben, die es später den Dalbies Brüdern verkaufte.
Um 1946 wurde das Schloss von Herrn Marius Fatin aufgekauft. Der Kommissar ehrenhalber der Handelsmarine zog dann mit seiner Frau, seinen beiden Töchtern und seinem Sohn Henri, welcher zurzeit dort wohnt, ein. Er ist ein Bildhauer und kann oft in der Nähe des Dorfes beim Bewachen oder Aufräumen angetroffen werden. Meistens schiebt er eine Schubkarre vor sich her.
Ich möchte mich hier noch einmal bei Herrn Fatin bedanken, dass er uns erlaubte sein Schloss zu betreten, uns sein interessantes Museum zeigte und uns die Bilder schießen ließ, welche auf dieser Seite gezeigt werden.
Herr Fatin erzählte uns, dass der Bürgermeister das Schloss schon mehrmals kaufen wollte, er aber immer ablehnte, da er den Bürgermeister nicht leiden kann, er wählte dabei eine etwas deutlichere Wortkombination, deshalb würde er es nicht an ihn verkaufen- niemals!
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Ein Raum im ersten Stock des Schlosses in guter Verfassung mit einem Bild von M. Fatin´s Vater an der Wand, rechts eine Luftaufnahme von Rennes-le-Chateau.
Chateau d'Hautpoul
In dem Schloss
Ich war gespannt in das Schloss zu gelangen, da ich von einem Bewohner gehört hatte, dass Herr Fatin eine Menge Artefakte in einem Museum, welches er in einem der oberen Räume einrichtete, aufbewahrte. Ich wollte sehen, ob er etwas fand, was Ähnlichkeiten zu meinen Artefakten aufwies, welche ich entdeckte. Glücklicherweise entdeckten wir Herr Fatin in seinem Garten und er stimmte zu uns sein Museum zu zeigen. Den ersten Raum welchen wir betraten, war die Küche. Sie war sehr dunkel nachdem wir aus der gleißenden Sonne hinein kamen. Wir verließen die Küche und kamen in einen Korridor, zu meiner Linken führten Treppen nach oben und zu meiner Rechten waren die fabulösen Doppelbögen.
Auf dem linken Foto sieht man die zwei Bögen. Manche meinen, dass diese zwei Bögen im Zusammenhang mit der „Platte der Ritter“ stehen, welche von Sauniere während den Renovierungsarbeiten des Altars entdeckt wurde. Das Foto auf der Rechten zeigt die erste Treppe von der wir aus dem Korridor mit den zwei Bögen kamen (aufgenommen in die Richtung aus der wir kamen). Auf beiden Bildern ist das Durcheinander und die Spinnenweben zu sehen, welche in jedem Raum anzufinden waren den wir betraten. Genau bei den zwei Bögen führte eine der Öffnungen nach links und führt vermutlich zu einer Treppe die in die unteren Ebenen führt, eventuell zu den Verliesen oder zu den geheimen Passagen welche unter dem Schloss existieren sollen.
Die “Platte der Ritter” mit den zwei Bögen.


Beachte wie abgetreten die Treppenstufen durch die Benutzung über Jahrhunderte hinweg sind. Man kann das Alter des Schlosses buchstäblich riechen..
M. Fatin zeigt uns eines seiner Fossile
Herr Fatin hat eine Menge Arbeit investiert um diese Sammlung von Fossilen und Artefakte auszustellen, doch einige seiner Fossile sehen aus als seien sie nichts weiter als simple Felsbrocken. Ich bin kein Experte, so kann ich nur seine Bemühungen würdigen. Obwohl er als sonderbarer Mensch gilt, kam es mir so vor als sei er ein netter Bursche. Er gab mir dann sogar noch eine Schüssel voller Fossile. Es ist eine Schande, dass das Museum heute für Besucher geschlossen ist, ich bin sicher Herr Fatin würde eine Menge Geld verdienen wenn er es wieder öffnen und dazu Schlossführungen anbieten würde.
Zwei Abdrücke des Basreliefs von Saunieres Grab.
Während wir im Schloss waren versuchten wir Herrn Fatin davon zu überzeugen uns im Schloss herum zu führen, aber unglücklicherweise war er nicht daran interessiert. Ich wollte überprüfen ob die Gerüchte stimmen und geheime Verliese und versiegelte Untergrundpassagen, welche sich weit verzweigen und letztendlich in natürliche Kavernen münden, heute noch existieren. Eventuell ist er ja nächstes Mal etwas gefälliger.
Nachforcshungen Menu Home Nachforschungen im Chateau 2
Rennes-le-Chateau - Famous for the mysterious antics of its former priest Berenger Sauniere. Sauniere redecorated his church embedding clues to the secret he discovered during the renovations of the Rennes-le-Chateau church dedicated to Mary Magdalene.
Oben an der Treppe angekommen betraten wir einen weiteren Korridor, welcher in Fatin´s “Museum” führte. Auf diesem Foto sind gut die Stützbalken zu erkennen, welche den oberen Boden Stützen sollen.