

Die Kirche wurde im 13.Jahrhundert errichtet
Im frühen 20. Jahrhundert war Esperaza in der ganzen Welt wegen seiner Hutmacher Industrie bekannt. Diese Relikte aus der Vergangenheit können heute im Hutmachermuseum begutachtet werden. Aber Esperaza hat noch ein zweites Museum, welches eine beachtliche Sammlung von Dinosaurier Knochen und Eiern ausstellt. Die Fundstücke wurden alle in der Gegend um Esperaza gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. Nachbildungen von einigen Dinosauriern in Lebensgröße können ebenfalls dort bestaunt werden.
La Maison du Chapelier chambres d'hotes, in dem ich viele Male wohnte, wurde von einem wohlhabenden Besitzer einer Hutfabrik errichtet. Die Dekorationen des Hauses weisen einige Ähnlichkeiten zu den Bauarbeiten von Sauniere auf, welche er auf seinem Grundstück tätigte.

Marie Dénarnaud wurde am 12.August 1868 in Esperaza geboren. Wie ihr Bruder und ihr Vater arbeitete sie auch als Hutmacher in der Fabrik in Esperaza.
Riviére kommt erst gegen Ende von Saunieres Leben im Mysterium von Rennes-le-Chateau ins Spiel. Am 17.Januar 1917 erlitt Sauniere einen Schlaganfall. Einige Tage später bemerkte er wohl, dass seine Zeit auf dieser Erde zu Ende geht und ließ seinen alten Freund, den Priester aus Esperaza, kommen um sich die Beichte abnehmen zu lassen.
Riviére eilte zu seinem Freund und begann mit der Arbeit. Als er die Beichte, welche sehr lange dauerte, hörte verließ Riviére aus ungeklärten Gründen den Raum. Einige erzählen, dass er aussah als habe er den leibhaftigen Teufel gesehen. Obwohl die Beiden gute Freunde waren verweigerte Pfarrer Riviére die Sterbesakramente. Erst nach dem Tode von Sauniere nahm er sie schließlich ab. Bérenger Saunière starb am 22.Januar 1917.Es wird erzählt, dass er nie wieder fröhlich war und ein Einsiedler wurde.
Wahrscheinlich ist die Geschichte ein wenig überspitzt dargestellt, um das Mysterium noch auf zu bauschen. Ich denke mir, dass es für einen Priester schwer sein mochte ein Einsiedler zu werden. Ich kann mir vorstellen, dass Riviére über den Tod seines Freundes aufgebracht war, aber der Ausdruck des Horrors in seinem Gesicht ist wohl eine Übertreibung.
Diese Story taucht in dem Buch von Gérard de Sède -L’Or de Rennes auf – der Anfang der Legendenbildung- der über Jahrzehnte bestand hatte wird aber von Monsignor George Boyer, der Generalvikar der Diözese von Carcassonne widerlegt. So schreibt er: „Das Abbé Sauniere die Sterbesakramente erst nach seinem Tode erhielt ist absolut unglaublich. Und das der gute, alte Abbé Riviére, welcher 1929 verstarb und der Dekan von Coursan (woher ich ihn gut kannte) war, nach dem Tod von Sauniere, bei dem er die letzte Ölung vornahm nie wieder lachte, ist eine weitere rätselhafte Erzählung, da ich ihn selbst lauthals Lachen hörte.“
Wie bei so vielen Aspekten des Mysteriums gibt es hierfür weder wirkliche Beweise noch kann man die Geschichte nicht ganz von der Hand weisen, aber es erscheint unwahrscheinlich, dass die Geschichte wahr ist. Sie hat wahrscheinlich wenig bis gar nichts mit dem Mysterium von Rennes-le-Chateau zu tun, außer dass es einen interessanten Schnipsel darstellt. Was der Tatsache entspricht ist, dass Riviére die Beichte von Sauniere abnahm und kurz danach damit begann einige Veränderungen in seiner Kirche vorzunehmen, wobei die Auffälligste eine Jesusfigur ist, welche in einer Grotte liegt. Diese Grotte ist mit ähnlichen Steinen errichtet wie die Grotte, welche Sauniere in seinen Kirchengarten baute. Dass Jesus in einer Grotte liegend dargestellt wird ist gelinde gesagt sehr ungewöhnlich, da die Bibel eindeutig sagt, dass Jesus in den Himmel aufgefahren ist. Das heißt, es dürfte keinen Körper von Jesus geben, welche so wie in Riviéres Kirche in Esperaza, in einer Grotte liegt. Hat Saunieres beichte eventuell etwas enthüllt, was die gängige Meinung der Bibel über die Auferstehung widersprach und in der Umgebung vergraben liegt, eventuell in einer Grotte?




Ob auch immer der Bericht über die Reaktionen des Priesters nach der Beichte wahr sind oder nicht, etwas scheint die Sicht der Dinge seines Glaubens nach der Beichte geändert zu haben. Warum sonst hätte er plötzlich eine seltsame Grotte in seiner Kirche errichtet? Was noch erstaunlicher ist, ist dass der in der Grotte liegende Jesus seine Augen offen hat! Was wollte Riviére damit zum Ausdruck bringen?

Die Nahaufnahme zeigt deutlich die offenen Augen von Jesus.
Gedenktafel für Jean Rivière, der 1920 Priester von Coursan wurde und 1929 verstarb.

St. Roch in Esperaza und in Rennes-le-Chateau.
St. Roch erscheint aber auch in Couiza und könnte deshalb unwichtig sein.
Andere Statuen, welche in Esperaza und in Rennes-le-Chateau erscheinen sind St Germaine, St Joseph und die Jungfrau Maria, und wie in Saunieres Kirche halten Josef und Maria jeweils ein Jesus Kind im Arm.
St. Roch wurde von Riviére in der Kirche von Esperaza hinzugefügt, genau so wie Sauniere die Statue von St. Roch in seiner Kirche in Rennes-le-Chateau aufstellte.